Grafiker Lauri Rankka |
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Meine Arbeitstechnik ist die traditionelle Aquatinta-Technik, meine Arbeiten werden wie in der traditionellen Grafik in schwarz gedruckt. Ich habe Grafik als Hauptarbeitstart gewählt, weil ich meine, daß sie am besten zu mir passt. Ich mag es, wenn eine Arbeit nach und nach fertig wird und dabei verschiedene technische Phasen durchläuft; ich mag es auch, daß Malen auf Kupferblech befeind sein kann, den die Arbeit ist dann noch nicht fertig, wie beim Malen auf Papier. Dazu kommt noch, daß die unterschiedlichsten technischen Zufälle, die während des Arbeitens auftreten, ihre Spuren auf dem Endergebnis hinterlassen. Mir gefällt der unnachahmliche Abdruck der Aquatinta. Er lässt sich durch keine andere Methode, Bilder zu machen, auch nur annähernd ereichen.
Ich baue meine Bilder aus elementaren "Bedeutungsstellungen", die ich variiere und wiederhole. Es wurde behauptet, daß meine Arbeiten an Kalligrafien oder an primitive Zeichungen erinnern. Mit meiner Zeichensprache möchte ich den Menschen zeigen, allein, in seiner Beziehung zu anderen Menschen, wie er näherkommen will und wie er weg will, wie er um seine eigene Lage kämpft oder wie er als einer von vielen gemeinsame Lasten trägt, oder wie er am Strom der Ereignisse teilhat. Vorbilder sind für mich Künstler der expressionistischen Stilrichtung. In meiner Arbeit strebe ich Ausdruckskraft der Hand und Physikalität an, und Zuckeraquatinta gibt mir dazu gute Möglichkeiten. Das Schwarz-Weiß meiner Arbeiten ist eine effektiver Interpret von Eindrücken, die Farboberfläche der Zuckeraquatinta ist lebendig und atmend, dadurch erscheint die Arbeit nicht ausschließlich schwarz-weiß. Mein Leben mitten in der Natur des Hohen Nordens läßt mich oft über den Menschen und das Dasein des Menschen in der Welt nachdenken. Diese Gedanken drücke ich vor allem in meinen Aquatintaarbeiten aus. Lauri Rankka arbeitet seit 1971 als Grafiker, er hat 1972-76 an der Finnischen Akademie der Künste studiert und an verschiedenen Gemeinschaftsausstellungen finnischer Kunst teilgenommen. Darüber hinaus hatte er zahlreiche Privattaustellungen u.a. in den Galerien Sculptor und Bronda und in der Galerie der Kunstgraphiker, alle in Helsinki/Finnland. Die jüngsten Ausstellungen waren in Tampere/Finnland und in Stockholm/Schweden.
Werke von Lauri Rankka waren bei zahlreichen Ausstellungen finnischer Kunst im Ausland vertreten u.a. in New York (USA), Moskau (Rußland), Lindköping (Schweden), Florenz (Italien) sowie bei zahlreichen internationalen Graphikausstellungen u.a. in Taiwan, Deutschland, Polen, Spanien, vor kurzem auch in Krakau (Polen) und bei der Graphica Creativa in Jyväskylä (Finnland). Lauri Rankka wurde mit dem "Inter Grafik Krakau"-Preis 1995 in Prag und 1996 in Danzig ausgezeichnet. Den Preis des Finnischen Kunstvereins erhielt er 1988. Werke von Lauri Rankka befinden sich u.a. im Besitz des Ateneums, des Staatlichen Kunstmuseums von Finnland sowie in den Sammlungen der Finnischen Staatsregierung und des Finnischen Reichstags. |